Zum Tod von Albrecht Weinberg
Am 12. Mai 2026 verstarb Albrecht Weinberg in Leer. Er wurde 101 Jahre alt.
Bis zuletzt hielt er die Erinnerung an die Verbrechen der Nazis an den Juden wach und reiste in
Schulen im In- und Ausland, um seine Geschichte zu erzählen.
Wir von Kappeln ist Bunt sind traurig und verneigen uns vor seiner Lebensleistung und seiner Haltung. Wir werden ihn in guter Erinnerung behalten.
Mit seinem Buch „Damit die Erinnerung nicht verblasst wie die Nummer auf meinem Arm“ hat er uns zutiefst beeindruckt. Im letzten Jahr haben wir eine Veranstaltung anlässlich seines 100. Geburtstags organisiert – mit Lesungen aus seinem Buch und mit musikalischer Begleitung durch das Klezmer Duo Comus.
Die Geschichte von Alfred begann in der Nähe von Leer, wo er am 7.3.1925 als Sohn eines Viehhändlers geboren wurde. Die ersten Jahre verbrachte er recht unbeschwert, aber die Ausgrenzung der Juden begann schleichend. So musste die Familie 1936 nach Leer ziehen, weil die Juden die örtliche Schule nicht mehr besuchen durfte. Die Anfeindungen nahmen zu und gipfelten in der Deportation nach Auschwitz, wo das Grauen und die Unmenschlichkeit der Nazis herrschte. Albrecht musste im KZ Zwangsarbeit verrichten und überstand drei Todesmärsche. Die Eltern und viele Verwandte von Albrecht wurden ermordet, seine Geschwister und er überlebten das Grauen. Albrechts Bruder Dieter starb bei einem Verkehrsunfall 1946 in Leer. Zusammen mit seiner Schwester Friedel wanderte Albrecht 1947 in die USA aus. Die beiden gaben sich das Versprechen, immer zusammenzubleiben und niemals zu heiraten.
1985 kamen Albrecht und Friedel das erste Mal wieder nach Deutschland. In Leer kamen sie bei einer Erinnerungswoche mit vielen Überlebenden zusammen. 2011 erkrankte Friedel und so kamen die Geschwister 2012 zurück nach Leer, um dort betreut zu werden. Friedel starb im Mai 2012. In dieser Zeit lernte Albrecht die Pflegerin Gerda kennen und begann, Gerda von seinem Leben zu erzählen. Albrecht Weinberg setzte sich dafür ein, dass die Erinnerung an den Holocaust und das Grauen der NS-Zeit wach bleibt.
Albrecht Weinberg war befreundet mit dem Künstler und Fotografen Luigi Toscano. In 2025 entschieden sich Albrecht Weinberg und Luigi Toscano, ihr Bundesverdienstkreuz zurückzugeben, weil die CDU mit den Stimmen der AfD bei einer Abstimmung zur Migrationspolitik eine Mehrheit erhalten hatte.
Das war richtig und wichtig.
Wir danken Albrecht Weinberg für sein Lebenswerk, die Aufrichtigkeit und Güte und werden ihn als großes Vorbild in guter Erinnerung behalten.
Die Geschichte von Alfred begann in der Nähe von Leer, wo er am 7.3.1925 als Sohn eines Viehhändlers geboren wurde. Die ersten Jahre verbrachte er recht unbeschwert, aber die Ausgrenzung der Juden begann schleichend. So musste die Familie 1936 nach Leer ziehen, weil die Juden die örtliche Schule nicht mehr besuchen durfte. Die Anfeindungen nahmen zu und gipfelten in der Deportation nach Auschwitz, wo das Grauen und die Unmenschlichkeit der Nazis herrschte. Albrecht musste im KZ Zwangsarbeit verrichten und überstand drei Todesmärsche. Die Eltern und viele Verwandte von Albrecht wurden ermordet, seine Geschwister und er überlebten das Grauen. Albrechts Bruder Dieter starb bei einem Verkehrsunfall 1946 in Leer. Zusammen mit seiner Schwester Friedel wanderte Albrecht 1947 in die USA aus. Die beiden gaben sich das Versprechen, immer zusammenzubleiben und niemals zu heiraten.
1985 kamen Albrecht und Friedel das erste Mal wieder nach Deutschland. In Leer kamen sie bei einer Erinnerungswoche mit vielen Überlebenden zusammen. 2011 erkrankte Friedel und so kamen die Geschwister 2012 zurück nach Leer, um dort betreut zu werden. Friedel starb im Mai 2012. In dieser Zeit lernte Albrecht die Pflegerin Gerda kennen und begann, Gerda von seinem Leben zu erzählen. Albrecht Weinberg setzte sich dafür ein, dass die Erinnerung an den Holocaust und das Grauen der NS-Zeit wach bleibt.
Albrecht Weinberg war befreundet mit dem Künstler und Fotografen Luigi Toscano. In 2025 entschieden sich Albrecht Weinberg und Luigi Toscano, ihr Bundesverdienstkreuz zurückzugeben, weil die CDU mit den Stimmen der AfD bei einer Abstimmung zur Migrationspolitik eine Mehrheit erhalten hatte.
Das war richtig und wichtig.
Wir danken Albrecht Weinberg für sein Lebenswerk, die Aufrichtigkeit und Güte und werden ihn als großes Vorbild in guter Erinnerung behalten.
Ruhe in Frieden, lieber Albrecht Weinberg.
Swantje Schmagold-Trocha
für Kappeln ist Bunt
